Sven Väth - Sound of the 18th Season

- 2CD-Release: 1. Dezember 2017 -
 

Bei Mix-CDs geht es oft um kaum mehr, als einen bestimmten Ton, eine bestimmte Stimmung zu halten. Um eine solche Stimmung zu etablieren, braucht Sven Väth nur einen Moment. Aber das genügt dem DJ aus Frankfurt am Main nicht. Dieser einmalige Musiker will uns die gesamte Welt der elektronischen Klänge zeigen und alles, was er damit ausdrückt: die

Leidenschaft für die Musik, für die Partys und für die gesamte Szene, die Abenteuer, die er auf seinen Reisen erlebt, die Freundschaft zu den zahlreichen Weggefährten und natürlich die Liebe zu seinen Kindern, zur Partnerin und ganz besonders zu seinen Fans auf der ganzen Welt.

Ein Hauch von einem Vocal und ein flirrendes Riff voller Sehnsucht und Abenteuerlust von Willow weckt unsere Neugierde auf die Nacht, auf die Menschen, auf den Spaß und auf die elektronischen Klänge. Wenig später wird der Groove insistierender und Eduardo de la Calle aus Madrid fokussiert die Crowd mit seiner pulsierenden Bassline und prasselnden Hihats. Mit sparsamen Chords trifft der Spanier uns da, wo wir angreifbar und verletzlich sind. Mit dem unbeschwerten Singsang von Basti Grub wechselt Väth ins Spielerische, und eine zweite, tiefe, kratzige Stimme lässt einen tiefsinnigen Humor aufblitzen, der von der Nonchalance und Coolness von Eddie Fowlkes und Sängerin Na Dee gebrochen wird. Mit Fort Romeau wechselt die Energie ins technoide, in einander geblendete Stimmen verbreiten eine trippige, irreale Stimmung und geben uns schon eine Ahnung von dem, was uns später, im zweiten Teil des Sets, erwartet. Dann lässt Väth eine Bassline in den Mix laufen, der Chez Damier seine einmalige Lebendigkeit als Stempel aufgedrückt hat. Als Gegengewicht erklingen die beiläufigen, augenzwinkernden Grooves von Ricardo Villalobos. „Conspiracy“, flüstern sich die beiden zu und lachen. Väth spürt eine Geistesverwandtschaft zwischen Villalobos und John Tejada auf, dessen unwahrscheinliche, raumgreifende Synthesizer-Klänge man im ganzen Körper von den Fußsohlen bis in die Kopfhaut spürt.

Mit DJ Slyngshot wird der Mix körperlicher und roher. Väth verliert die in den ersten Tracks gesetzte Subtilität aber nicht aus dem Auge. Paul taucht tiefer in die irisierende, psychedelische Dynamik der Sounds ein. Isolée bringt mit seiner einzigartigen Mischung aus Lebensfreude und Gelassenheit die Magie der elektronischen Tanzmusik in einem Track auf den Punkt. Die spacigen, retrofuturistischen Klänge von Kink setzen einen ersten Höhepunkt und mit Adam Port & Stereo MC´s gewährt uns Väth eine kurze Verschnaufpause, bevor er mit einem der großen Hits dieses Jahres in den zweiten Teil des Mixes startet. „Avalon“ von &Me verleiht einem schwebenden House-Groove mit einer hymnischen Stimme und ungezügelten, tribalistischen Pecussions eine ungeahnte, spirituelle Tiefe. Patrice Baeumel nimmt dieses Pathos auf und erzeugt eine Weite, die uns an die erhabene Schönheit des Kosmos denken lässt. Mit Fideles löst Väth diese Spannung in lockeren Synthesizer-Klängen auf, um mit dem gespenstischen „On the Way“ von Gaiser Stimmen aus einer anderen, irrealen Welt zu uns hinüberschallen zu lassen. Mit den irren Synths von Aubrey gibt uns Väth eine Ahnung davon, wo er mit diesem Mix hin will. Und einen Moment später treibt er uns mit einem wunderbar direkten Chicago-House-Stomper von Slam schon einen Schritt weiter. „Clap Your Hands just a little bit louder“, heißt es da immer wieder, voller Emphase und Leidenschaft. Electric Rescue pflückt die Orgeltöne wie Blütenblätter und nimmt uns so für einen Moment unser Gefühl von Sicherheit. Aber nur für einen Moment. Dann geht Väth mit RODs „Hor“ ins Finale. Aus der Leidenschaft züngelt für Augenblicke der Wahnsinn hervor.

Mit Secret Cinema & Egbert konzentriert sich Väth für einen Augenblick ganz auf den Groove, um in dem unwahrscheinlichen Mix aus Sirenen und Shouts von Peder Mannerfelt & Hodge einen neuen Höhepunkt zu erreichen, der dann nochmal von Rico Puestel mit einer karnevalesken Turbulenz getoppt wird. Dann kommt Väth mit Barnt bei einer der magischen Nummern des Jahres an, in der das Geheimnisvolle, Entrückte und das Unmittelbare, Direkte aufeinanderknallen. Dann ist es auch schon Zeit, auf Wiedersehen zu sagen. Aber bei der Abschiedsstimmung bleibt es nicht. Inigo Kennedys tastende, suchende Klänge lassen schon etwas Neues erahnen und mit den unglaublichen Streichern von Paul Nazca sind wir schon im nächsten Kapitel von Sven Väths sagenhafter Reise.

Väths 18. Season auf Ibiza war eine der schönsten seit Jahren. Ein spektakuläreres Line-Up hätte man sich kaum vorstellen können. Mit Nina Kraviz, Adam Beyer, Ricardo Villalobos oder Richie Hawtin traten die großen Künstler der Szene gleich in einer ganzen Reihe von Nächten auf. Wer schon mal mit Cocoon gefeiert hat, weiß, dass die Federn da oft lange warten müssen, denn die Afterpartys sind legendär. Und in diesem Jahr war die Meute besonders auf der Closing Afterhour im KM5 gar nicht mehr zu bändigen. So kann man jetzt schon der 19. Season entgegenfiebern. Bis dahin triffst du Sven Väth sicher an einem der faszinierenden Orte, an die es ihn im Winter treiben wird.

 

Tracklist CD 1:

1. Willow – Workshop 23 (A1)
2. Eduardo De La Calle - The Horus Eye (Original Mix)
3. Basti Grub – False
4. Eddie Fowlkes feat. Na Dee - Twisted Boy (Detroit Wax)
5. Fort Romeau – Reasons
6. Villa H2H - Conspiracy Two
7. John Tejada – Blitzar
8. DJ Slyngshot - Hygh-Tech
9. Paul – REFLEKTION VM1
10. Isolée – Pisco
11. KiNK – Neutrino
12. Adam Port & Stereo MCs – Changes (Adam Port remix)

 

Tracklist CD 2:

1. &Me – Avalon
2. Patrice Baumel – Glutes
3. Fideles – The Border
4. Gaiser – On The Way (Original mix)
5. Aubrey - Clock Funk
6. Slam – Clap Your Hands
7. Electric Rescue – Forwer (Original_mix)
8. ROD – Hor
9. Secret Cinema & Egbert – Maximaal
10. Peder Mannerfelt & Hodge – All My Love
11. Rico Puestel – Caravel
12. Barnt- if she says she is a healer,she is a healer
13. Inigo Kennedy – Voyager
14. Paul Nazca – Memory (Original mix)

 

Label:

Cocoon Recordings
Format:2CD & Digital
Vertrieb:Word and Sound Medien GmbH
Veröffentlichung:     1. Dezember 2017
UPC:    426054482127